Dr. Gerhard Schuchhardt

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Diese Seiten wurden zuletzt aktualisiert am 13.05.2012

 

2.4.3 Zwei- und Mehrparteienspiele

Zweiparteienspiele sind besonders bei Kartenspielen bekannt. Hierbei gibt es unterschiedliche Verfahren, wie die Parteien gebildet werden:

  • Die Parteien werden von den Spielern vor dem Spiel festgelegt, zum Beispiel durch Vereinbarung oder per Los. Beispiel: Bridge
  • Die Parteien werden von den Spielern im Spiel selbst festgelegt, zum Beispiel nach der Kartenverteilung durch Reizen. Beispiel: Skat
  • Die Parteien werden durch Elemente des Spieles festgelegt, zum Beispiel durch die Kartenverteilung. Beispiel: Doppelkopf
  • Schließlich gibt es noch Mischformen. So werden beim Doppelkopf die Parteien normalerweise durch Elemente des Spieles festgelegt. Es kommt jedoch vor, dass ein Spieler einen Solo erklärt, dass er also allein gegen die drei anderen Spieler antritt.
Im Gegensatz zu Zweiparteienspielen sind Mehrparteienspiele relativ selten.

2.4.3a Doppelkopf

Doppelkopf ist besonders in manchen Gegenden ein äußerst beliebtes Spiel. Es ist aber zu beachten, dass in nahezu jeder Gruppierung nach bestimmten Sonderregeln gespielt wird, die über das offizielle Regelwerk hinausgehen. Man tut daher gut, sich zu Beginn nach den genauen Vereinbarungen zu erkundigen.

Zum Spiel gehören zwei Kartenspiele mit jeweils 24 Karten. Aus einem Skatblatt mit 32 Karten sind also jeweils die Sieben und Acht zu entfernen. Es spielen immer 4 Teilnehmer. So erhält jeder 12 Karten. Die Trumpfkarten sind festgelegt, es sind, vom höchsten bis zum niedrigsten Trumpf aufgezählt: Herz 10, Kreuz Dame, Pik Dame, Herz Dame, Karo Dame, Kreuz Bube, Pik Bube, Herz Bube, Karo Bube, Karo Aß, Karo 10, Karo König und Karo 9. Es muss, wie auch bei anderen Kartenspielen, stets bedient werden. Wer nicht bedienen kann, darf trumpfen. Natürlich muss, wenn Trumpf ausgespielt wird, ebenfalls Trumpf gegeben werden.

Die zwei Spieler, die eine Kreuz Dame besitzen, spielen zusammen. Besitzt ein Spieler beide Kreuz Damen, meldet er üblicherweise Hochzeit und erklärt, dass der erste fremde Stich mitgeht. Das heißt, dass der jenige von den drei anderen Spielern, der als erster einen Stich macht, spielt mit ihm zusammen. Besitzt ein Spieler beide Kreuz Damen, meldet aber nicht Hochzeit an, spielt er einen stillen Solo. Unabhängig davon, wer die Kreuzdamen besitzt, kann jeder Spieler auch einen normalen Solo ansagen. Hierbei bleiben die Herz 10, die Damen und die Buben die höchsten Trümpfe, die restlichen Karo-Trümpfe werden jedoch durch die von ihm angegebene Farbe ersetzt. Er kann jedoch auch einen Damen- oder Buben-Solo spielen, bei dem nur die Damen bzw. die Buben Trumpf sind. In jedem Fall spielt er allein gegen die drei anderen.

Zum Gewinn muss die Partei mit den Kreuz Damen (Re-Partei) bzw. beim Solo der Alleinspieler 121 Augen zum Gewinn bekommen, während der Gegenpartei 120 Augen genügen. Hierbei zählen das Aß 11, die Zehn 10, der König 4, die Dame 3, Der Bube 2 und die Neun 0 Augen. Wenn die Re-Partei gewinnt, erhält jeder der beiden 1 Punkt während die Gegenspieler jeder einen Minuspunkt erhalten. Gewinnt die Kontra-Partei, erhält jeder von ihnen 2 Punkte, während von den anderen jeder 2 Minuspunkte erhält. Beim Solo verdreifacht sich dies für den Alleinspieler, da er ja drei Gegner hat und die Bilanz ausgeglichen sein muss. Der Punktwert eines Spieles erhöht sich bei einem besonders hohen Gewinn, wenn also die Gegner keine 90, keine 60, keine 30 oder sogar keinen einzigen Stich erhalten. Außerdem kann der Punktwert eines Spieles nach Karteneinsicht durch Ansage von Re oder Kontra und danach sogar durch Ansage einer höheren Gewinnstufe erhöht werden. Gleichzeitig hat dies beim normalen Spiel den Effekt, dass der Betreffende kundgibt, dass er eine Kreuz Dame hat bzw. nicht hat.

Üblicherweise wird Doppelkopf um einen geringfügigen Geldbetrag gespielt. In diesem Fall bedeuten die oben genannten Punkte den jeweils vereinbarten Geldbetrag, zum Beispiel 5 Cent.