Dr. Gerhard Schuchhardt

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Diese Seiten wurden zuletzt aktualisiert am 13.05.2012

 

2.4.2 Zweipersonenspiele

Dort, wo zwei Partner ihr Spiel miteinander verbinden und, gleichzeitig als Angreifer und Verteidiger, sich gegenseitig den Sieg streitig machen, bezeichnet man das Spiel als Zweipersonenspiel. Zweipersonenspiele stellen den Prototyp der Wettkampfspiele dar, und in der Tat werden die meisten Wettkämpfe in Zweipersonenspielen ausgetragen.

2.4.2a Pagode

Hersteller: F.X.Schmid
Alter: für Erwachsene
Teilnehmerzahl:2
Spieldauer: 15 Minuten
Spielprinzip: nicht angegeben

Aus den Angaben des Herstellers: „Pagode, das von dem uralten, ostasiatischen Astrologiespiel SCHUTI abgeleitete Brettspiel ist problemreicher als Schach und dennoch einfacher in seinen Grundregeln. Ein Spiel, von dem Menschen, die Freude am Denken haben, so schnell nicht wieder loskommen.“
Der Spielplan enthält 9 x 9 Felder. Die Felder tragen abwechselnd die Farben Schwarz, Rot und Grün. Jeder Spieler erhält zu Beginn 14 Spielstücke in seiner Farbe, und zwar 7 Steine und 7 Säulen. Im Spiel werden die Spielstücke abwechselnd auf die Felder gesetzt, von Feld zu Feld versetzt oder wieder vom Brett genommen. Jede solche Aktion ist ein ug. Steine dürfen nur entweder gesetzt oder vom Brett genommen, nicht aber auf ein anderes Feld versetzt werden. Säulen dürfen nur entweder gesetzt oder auf ein anderes Feld der gleichen Farbe versetzt, nicht aber vom Brett genommen werden.

Jeder Spieler versucht, auf dem Brett Figuren aus jeweils 4 Spielstücken zu bilden, die Gebäude genannt werden, Hütten (Wert 1), Häuser (Wert 5), Burgen (Wert 10), Türme (Wert 11) und Pagoden (Wert 15). Jeder Stein eines Gebäudes zählt so viele Punkte, wie der genannte Wert angibt, Steine auf der eigenen Farbe zählen die doppelten Anzahl Punkte. Säulen haben den Wert 0: Es zählt jedoch immer nur ein Gebäude (oder Doppelgebäude), nicht aber die Summe mehrerer Gebäude. Werden die Spielergebnisse notiert, zum Beispiel in einem Turnier, zählen nur die Punkte des Siegers, nicht etwa die Differenz zu den Punkten des Gegners.

Eine Hütte besteht aus 4 Spielstücken im Quadrat unmittelbar nebeneinander, ein Haus aus 4 Spielstücken im Quadrat mit 1 – 3 Feldern dazwischen und eine Burg aus 4 Spielstücken im Quadrat mit 4 – 7 Feldern dazwischen. Ein Turm besteht aus 4 Spielstücken im langgezogenen Rechteck, wobei alle Spielstücke am Rand liegen, je 2 unmittelbar nebeneinander und sich gegenüber. Eine Pagode besteht aus 4 Spielstücken im Quadrat auf den Diagonalen, wobei 2 Spielstücke auf der mittleren Reihe und 2 auf der mittleren Spalte des Spielplanes liegen.

Zu diesen „positiven“ Gebäuden gesellen sich noch die „Negativen“: Ein Zaun besteht aus 3 Spielstücken in einer Reihe oder Spalte mit gleichen Abständen. Eine Mauer besteht aus 4 Spielstücken in der gleichen Reihe oder Spalte. Eine Ruine ist eine Hütte, ein Haus, eine Burg, ein Turm oder eine Pagode, die nur aus Säulen besteht. Der jeweilige Gegner darf derartige Zäune, Mauern oder Ruinen abreißen und die entsprechenden Spielstücke behalten. Ein einzelnes gegnerisches Spielstück kann übrigens geschlagen werden, indem man es einkreist und zwar so, dass es auf dem Schnittpunkt von 4 eigenen Spielstücken liegt, wobei die Abstände der 2 gegenüber liegenden gleich sein müssen. Ein solches Kreuz muss gemeldet werden. Erst dann, wenn der Gegner sein Spielstück nicht vom Brett nimmt (Stein) oder versetzt (Säule), darf der Spieler das Spielstück schlagen und behalten. Im Gegensatz zum Abreißen und Schlagen gegnerischer Gebäude und Spielstücke darf ein Spieler unter bestimmten Bedingungen eigene Spielstücke vom Brett nehmen. Dies nennt man Abbrechen. Diese Spielstücke darf er behalten und folglich auch wieder erneut setzen. Abbrechen darf ein Spieler nur dann, wenn er alle Steine auf dem Brett hat. Nach dem Abbrechen darf er erst wieder erneut abbrechen, nachdem inzwischen auch der Gegner abgebrochen hat. Ob übrigens ein Spieler abbricht, abreißt, schlägt oder es unterlässt, ist in sein eigenes Belieben gesetzt. Besonders das Abreißen von Zäunen, Mauern und Ruinen ist vielfach nicht notwendig oder gar schädlich, da deren Spielstücke ohnehin nicht Teil eines gültigen ‚positiven’ Gebäudes sein können und somit den Eigentümer meist mehr behindern als den Gegner.

Das Spiel wird beendet, indem ein Spieler ein Gebäude (oder Doppelgebäude), das er erstellt hat, im nächsten Zug (oder auch später) meldet und seinen Wert bestimmt, um somit zu gewinnen. Der Gegner hat dann nur noch einen Zug. Gelingt es ihm, mit diesem Zug ein wertvolleres Gebäude zu errichten, hat er gewonnen. Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Spieler aufgibt, bevor der Gegner den Punktwert des Spieles durch Errichten eines besonders wertvollen Gebäudes erhöht. Wenn der Spielstand einen eigenen Gewinn unwqahrscheinlich erscheinen lässt, mag dies besonders in einem Wettkampf, der meist über 10 Spiele geht, oder in einem Turnier angebracht sein.